Geschichte über die Hochzeitstorte

Verschiedene Bräuche in den Regionen

Der Brauch, das Hochzeitsfest mit einer Hochzeitsorte abzurunden, ist viele tausend Jahre alt. Auch damals schon feierte man die Eheschließung als herausragendes Ereignis und hob den Ehrentag mit dem Genuss einer Hochzeitstorte vom Alltag hervor. In früheren Zeiten gab es keine üppigen Hochzeitstorten mit Sahne und Buttercreme. Es wurde Rohrzucker oder Zuckerguss und dies auch nur in gehobeneren Kreisen verwendet. Ein sehr beliebter Kuchen zu einer damaligen Hochzeit, war der Hochzeitsfladen oder auch Hochzeitslebkuchen. Es hieß, er zieht Zauber an und strahlt Duft und Segen der Götter und Engel aus.

In Bayern war es früher Brauch, dass das Brautpaar sich als erstes vom Hochzeitskuchen etwas von dem süßen Zuckerguss abknabbern durfte. Wahrscheinlich ist deshalb der heutige Brauch entstanden, dass die Brautleute die Hochzeitstorte gemeinsam anschneiden (Man sagt, wer beim Anschneiden die Hand oben hat, der hat in der Ehe das Sagen!).

Interessant sind die unterschiedlichen Bräuche hinsichtlich der Zutaten und der Art des Verzehrs von Hochzeitstorten in den verschiedenen Regionen Europas. In den Ardennen zum Beispiel bekam jeder Gast beim Abschied einen ganzen Kuchen mit. In den Alpen gehörten zur Hochzeit sogenannte Wurfkuchen – Konfekt, Schifferln, Beugel und Zeltchen. Sie waren zur Versöhnung mit den Geistern und Seelen in den Lüften gedacht.

Hochzeitstorte Hof, Oberfranken

Entstehung der klassischen Hochzeitstorte

Die Klassiker unter den Füllungen bei den Hochzeitstorten sind die auch sonst beliebten Tor-ten. Zu nennen sind hier die Sachertorte, Herrentorte, Champagnertorte, Schwarzwälder-Kirsch und Damentorte. Eine gute Basis für selbst tragende Hochzeitstorten sind kompakte Kuchen wie Baumkuchen, Käsekuchen, etc. Beliebt sind auch Sahne- und Cremetorten in den verschiedensten Ausprägungen.

Unverzichtbares Merkmal dieser Hochzeitstorte sind kleine Marzipansymbole der Liebe, zum Beispiel Herzen, Rosen und Tauben. In heutiger Zeit wird, gewissermaßen als Krönung, ein kleines Brautpaar aus Marzipan oder Plastik auf die Hochzeitstorte gesetzt.

Zur Geschichte des Tortenturmes gibt es eine hübsche Anekdote. Alle Gäste brachten damals zur Hochzeitsfeier ihren Kuchen mit, diese wurden dann übereinander gestapelt. Die Aufgabe des Brautpaares bestand darin, sich über dem Tortenturm zu küssen, ohne diesen einzureißen. Gelang diese kniffelige Aufgabe, so hatten sie in der Zukunft immer Glück. Je höher der Ku-chenturm, desto höher war das Ansehen der Brautleute.

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Hochzeitstorte Hof, Oberfranken



Das gemeinsame Anschneiden der Hochzeits­torte ge­hört zu den wichtigsten Ri­tu­alen der Hochzeitsfeier.
Zurück­zuführen ist diese Tradition auf das Teilen des Hochzeitskuchens im alten Rom – Con­farreatio heißt ge­meinsames Kuchen­­essen. Was übrig blieb, wurde über dem Kopf der Braut in sehr kleine Stücke gebrochen. Die Gäste sammelten die Krümel auf und aßen sie. Dieses Ritual diente dazu, die Götter um reichen Kindersegen zu bitten.

Heute sagt man, wessen Hand beim Anschneiden der Torte oben liegt, hat in der Ehe das Sagen.

Hochzeitstorte Hof